Anlässlich der Feierlichkeiten zum 50. Fakultätsjubiläum erhielten Nachwuchswissenschaftler/innen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät die Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse im Rahmen eines Posterwettbewerbs zu präsentieren. Nachwuchswissenschaftler/innen des FB4 waren im Zuge dessen dazu eingeladen, ihre Arbeiten einem qualifizierten Jurorenteam sowie zahlreichen interessierten Besuchern vorzustellen. AlumniUM hatte im Rahmen des Wettbewerbs drei Förderpreise in Höhe von jeweils 5.000 € ausgelobt. Die eingereichten Arbeiten sollten sich an den drei Themen Digitalisierung, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung orientieren. Insgesamt 29 Poster waren auf die Einladung hin bei den Juroren Bodo Risch (Honorarprofessor an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät), Klaus Backhaus, Gustav Dieckheuer, Ulrich Müller-Funk (Emeriti des Fachbereichs) sowie Jan Diebecker (Vorstandsvorsitzender AlumniUM e.V.) eingegangen.


Für ihren Beitrag „Ensuring Sustainable High Performance in the Digital Workplace“ wurde Jana Mattern vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Interorganisationssysteme ausgezeichnet. Im Rahmen ihrer Arbeit befasste sich Jana Mattern mit Regenerationsstrategien leistungsfähiger Arbeitnehmer in einer digitalisierten Arbeitswelt. Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien bieten Arbeitnehmern einen hohen Grad der Autonomie im Hinblick auf die Zeit, den Ort und die Art und Weise, wie sie ihre Aufgaben erledigen. Obwohl diese Flexibilität ihnen vielerlei Möglichkeiten bietet, führt sie dazu, dass sich die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit auflösen. Im Zuge ihrer Arbeit hat Jana Mattern Verhaltensweisen von Arbeitnehmern analysiert, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg durch eine hohe Leistungsfähigkeit auszeichnen konnten, ohne dabei negative Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden hinnehmen zu müssen. Sie fand dabei heraus, dass leistungsfähige Arbeitnehmer häufig ein ganzes Bündel an Regenerationsstrategien anwenden, um auch langfristig gesund zu bleiben. Hierzu zählen beispielsweise sportliche und soziale Aktivitäten. Darüber hinaus gelingt es leistungsfähigen Arbeitnehmern, die sich gleichzeitig durch ein hohen Grad an Wohlbefinden auszeichnen, klare Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit zu setzen und diese offen zu kommunizieren.


Für ihren Beitrag „TEN-T Corridors - Stairway to Heaven or Highway to Hell” wurden Kathrin Goldmann und Jan Wessel vom Institut für Verkehrswissenschaft prämiert. Ihr Beitrag beschäftigt sich mit transeuropäischen Verkehrsnetzen zur Weiterentwicklung des Binnenmarktes und zur Verbesserung des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts in der europäischen Union – sogenannten „TEN-T Corridors“. Die Autoren zeigen im Rahmen ihres Beitrags, dass TEN-T Corridors positive Auswirkung auf das regionale Wirtschaftswachstum haben. Zudem profitieren angrenzende Regionen durch Spillover-Effekte von der Entwicklung der Infrastruktur. Das Förderprogramm trägt demnach zum Zusammenhalt zwischen zentralen und peripheren Regionen bei.


Für ihren Beitrag „How Do Banks Interact with Fintechs? Forms of Alliances and Their Impact on Bank Value” wurden Milan F. Klus und Todor S. Lohwasser vom Institut für Organisationsökonomik ausgezeichnet. Die beiden Autoren untersuchen in ihrem Beitrag strategische Allianzen zwischen Banken und Fintech-Unternehmen. Letztere bezeichnen Start-up-Unternehmen, die durch technologische Innovationen in den vergangenen Jahren einen disruptiven Einfluss auf den Finanzsektor ausüben konnten. Im Rahmen ihrer Studie analysieren die Autoren die Triebkräfte ebenso wie das Ausmaß und die Art der Zusammenarbeit zwischen Banken und Fintech-Unternehmen. In ihrer Eventstudie wird zudem der Einfluss der Allianzen auf die Marktbewertung von Banken untersucht.


AlumniUM bedankt sich bei allen Teilnehmern des Posterwettbewerbs für ihr Engagement und die zahlreichen Einreichungen. Damit haben die Teilnehmer alle maßgeblich zum Erfolg des Wettbewerbs beigetragen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag