Im Rahmen der Absolventenfeier am Freitag, 03.12.2021, haben wir zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Nord Westfalen erneut den Preis der jungen Wirtschaft verliehen. Diese Auszeichnung erhält je eine Bachelorabsolventin/ein Bachelorabsolvent und eine Masterabsolventin/ein Masterabsolvent, die sich in ihren Abschlussarbeiten mit Themenbereichen wie Entrepreneurship, Unternehmensführung, KMU o.ä. befasst haben und deren Arbeiten mit der Note 2,0 oder besser bewertet wurde.

Mit dem Preis der jungen Wirtschaft - Bachelor Edition wurde Frau Emelie Gottschalk ausgezeichnet. In ihrer Arbeit mit dem Titel "Cyber Security & Threats - Eine Analyse möglicher Strategien zum Schutz vor und den Auswirkungen von Cyberkriminalität" untersucht Frau Gottschalk Herausforderungen, denen sich Versicherungsunternehmen mit der zunehmenden Digitalisierung von Prozessen ausgesetzt sehen. Im Fokus steht dabei der Aspekt der Cyberkriminalität.

Im Rahmen einer qualitativen Analyse mit leitfadengestützten Experteninterviews arbeitet Frau Gottschalk die Bedeutung der Implementierung von Cybersicherheits-Strategien als Teil des Risikomanagements heraus und geht auch auf die technischen, personellen und organisatorischen Anforderungen solcher Strategien ein.

Frau Gottschalk kommt zu dem Schluss, dass in der Versicherungsbranchen ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Notwendigkeit effektiver Cybersicherheits-Strategien herrscht und die Implementierung dieser weit fortgeschritten ist. Um jedoch die dafür notwendigen Investitionen mit einer nachhaltigen Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen, sind innovative Lösungsansätze erforderlich.

Der Preis der jungen Wirtschaft - Master Edition wurde Frau Julia Männicke für Ihre Arbeit zum Thema "Stillstand oder Veränderung? Eine quantitative Analyse von Einflussfaktoren auf die Wandlungsbereitschaft von Mitarbeitern" verliehen. Im Mittelpunkt ihrer Masterarbeit steht die Frage, welche Rolle der freiwillige Arbeitseinsatz bei der Untersuchung ausgewählter Einflussfaktoren (Jobzufriedenheit, organisationales Commitment und wahrgenommene Fairness) auf die Wandlungsbereitschaft von Mitarbeitenden spielt.

Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage entwickelte Frau Männicke ein Forschungsmodell, beruhend auf der sozialen Austauschtheorie sowie der psychologischen Vertragstheorie, und führte eine Online-Umfrage mit über 400 Teilnehmenden durch.

Anhand ihrer Ergebnisse zeigt Frau Männicke, dass die genannten Einflussfaktoren den freiwilligen Arbeitseinsatz im Kontext des organisatorischen Wandels fördern. Zusätzlich kann Frau Männicke zeigen, dass der freiwillige Arbeitseinsatz sowohl als Mediator fungiert als auch den positiven Einfluss der Jobzufriedenheit auf die Wandlungsbereitschaft erklärt.

Wir gratulieren Frau Gottschalk und Frau Männicke ganz herlich zu dieser Auszeichnung. Beide Preisträgerinnen können sich über ein Preisgeld in Höhe von 500€ freuen.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch herzlich bei alle anderen Bewerberinnen und Bewerbern für ihre Einreichungen bedanken.

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