Im Rahmen der Absolventenfeier am vergangenen Freitag, 25.06.2021, haben wir zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Nord Westfalen erstmalig den Preis der jungen Wirtschaft verliehen. Diese Auszeichnung erhält je eine Bachelorabsolventin/ein Bachelorabsolvent und eine Masterabsolventin/ein Masterabsolvent, die sich in ihren Abschlussarbeiten mit Themenbereichen wie Entrepreneurship, Unternehmensführung, KMU o.ä. befasst haben und deren Arbeiten mit der Note 2,0 oder besser bewertet wurde.

Mit dem Preis der jungen Wirtschaft - Bachelor Edition wurde Frau Frauke Maria Kramer ausgezeichnet. Ihre Arbeit mit dem Titel "Die Rolle weiblicher Gründer in der Start-up Szene" befasst sich mit den Gründen für die geringe Anzahl Gründerinnen in der Start-up Szene und geht der Frage nach den Ursachen für diese untergeordnete Rolle nach. Frau Kramers Analyse zeigt, dass für Frauen größere Barrieren bestehen als für Männer. Frauen werden stärker durch die Schwierigkeiten der Vereinbarung von Familie und Gründung von einer Gründung abgehalten als Männer. Darüber hinaus haben Gründerinnen weniger Zugang zu relevanten Netzwerken und Risikokapital. Frau Kramer kommt zu dem Schluss, dass diesen Hürden durch eine Vernetzung der Gründerinnen mit MentorInnen, die sie bei ihren Gründungsvorhaben unterstützen, entgegengewirkt werden kann. Aber auch eine gezielte Unterstützung bei der Kinderbetreuung, eine Risikoteilung durch finanzielle staatliche Unterstützung oder öffentliche Kampagnen mit erfolgreichen Gründerinnen können potentielle Gründerinnen in ihrem Beschluss bestärken.

Für Ihre Arbeit zum Thema "Wenn die Ausnahme zur Regel wird - Eine quantitative Analyse der Schattenseite des Home Office" wurde Frau Cara Kossen der Preis der jungen Wirtschaft - Master Edition verliehen. Frau Kossen geht in ihrer Masterarbeit der Frage nach, welche negativen Auswirkungen die zunehmende Nutzung des Home Office für MitarbeiterInnen und Unternehmen hat. Auf der Grundlage einer selber durchgeführten Umfrage mit knapp 400 Teilnehmenden zeigt Frau Kossen in ihrer Analyse einen signifikaten Zusammenhang zwischen Home Office und der empfundenen sozialen Isolation der MitarbeiterInnen. Ihre Ergebnisse zeigen darüber hinaus, dass die Identifikation mit dem Unternehmen abnimmt, da MitarbeiterInnen im Home Office vermehrt die Interaktion mit Personen außerhalb des Unternehmens suchen und sich die Kommunikation mit KollegInnen vornehmlich um berufliche Themen dreht. Um diesem Trend entgegenzuwirken sollten Unternehmen, so argumentiert Frau Kossen, langfristig hybride Beschäftigungsmodelle aufbauen und regelmäßige Meetings mit allen MitarbeiterInnen einberufen, die nicht nur für den beruflichen Austausch genutzt werden.

Wir gratulieren Frau Kramer und Frau Kossen ganz herlich zu dieser Auszeichnung. Beide Preisträgerinnen können sich über ein Preisgeld in Höhe von 500€ freuen.

An dieser Stelle auch noch einen herzlichen Dank an alle anderen Bewerberinnen und Bewerber für ihre Einreichungen.

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